Schulpartnerschaft

Wir haben eine Schulpartnerschaft mit der Grundschule Moordorf in Ostfriesland eingerichtet.

Die Schulpartnerschaft zwischen den beiden Grundschulen basiert bisher auf einem regelmäßigen Briefwechsel zwischen den dritten und vierten Klassen und den Besuchstagen in Osnabrück und Moordorf.

1.Pilotphase

Die Schulpartnerschaft startete im Schuljahr 2013/14 . Im zweiten Halbjahr begann der Briefaustausch zwischen den zwei Klassen einer dritten Klasse in Moordorf und der Heinrich-Schüren-Schule. Die Klassenleitungen übernahmen die weitere Verantwortung und Planung. Im Schuljahr 2014/15 besuchte die Klasse 3b aus Moordorf die Klasse 3a in Osnabrück. Ein Gegenbesuch mit zwei Klassen fand im Juni 2015 statt. Der Briefkontakt aus den Anfängen bestand bis zum Ende des Schuljahres 2015/ 16. Dann endete der schulisch initiierte Briefkontakt dieses Jahrgangs mit dem Ende des 4. Schuljahres. Der nächste 3. Jahrgang begann im Herbst 2015/16 den Briefkontakt mit den dritten Klassen der Schule Moordorf.

2. Organisation und Ablauf der Schulpartnerschaft

Es soll weiterhin in Klasse 3 mit dem Briefaustausch begonnen werden. Abwechselnd sollen die LK der HSS und der GS Moordorf den Kontakt zurSchulleitung und dann direkt zu den verantwortlichen LK aufnehmen, um Abstimmungen bezüglich der Klassen- und Schülerzahlen sowie der zeitlichen Planung des Briefwechsels vorzunehmen. Die fachdidaktische Planung wird zeitlich so vorbereitet und durchgeführt, dass die ersten richtigen Briefe zeitnah abgeschickt werden. Die Partnerschule reagiert auf die ersten Briefe und schreibt inhaltsbezogen zurück. Nun soll der Briefwechsel regelmäßig stattfinden. Dabei bietet es sich an aktuelle Schul- und Klassenereignisse, Ferien- oder Wochenenderlebnisse als Schreibanlässe zu nutzen. Fächerübergreifend kann der Kunstunterricht das Briefeschreiben unterstützen, indem anlassbezogene Karten gebastelt und gestaltet werden. Durch diesen Briefaustausch entsteht eine Brieffreundschaft zwischen den Kindern.

Die LK sollen darauf achten, dass die formalen Vorgaben eines Briefes weiterhin eingehalten werden. Die Inhalte sollen die Schüler zunehmend selbst gestalten. Ein erstes Austauschtreffen soll im 2. Halbjahr der 3. Klasse stattfinden. Der Gegenbesuch wird für das vierte Schuljahr geplant. Hierbei sollen sich die LK der beiden Schulen absprechen, welcher Zeitraum geeignet ist und wie die Aufenthaltsdauer sein soll. Eine mögliche Option ist auch eine gemeinsame Klassenfahrt oder ein Besuch mit einer Übernachtung. Am Ende der vierten Klasse soll es im Ermessen der Schüler bleiben, ob sie die Brieffreundschaft weiterführen. Dazu bietet sich ein Abschlussbrief mit dem Austausch der privaten Adressen an. Voraussetzung hierfür ist die Zustimmung der Eltern.

3. Ziele der Schulpartnerschaft

Inhaltliche Ziele der Schüler:

Die Schüler erschließen andere, neue Lebensräume. Die Unterrichtsinhalte aus dem Sachunterricht wie etwa Kartenarbeit, Vergleich zweier unterschiedlicher Regionen, Bedeutung von Bevölkerungszahlen, Fahrpläne lesen und verstehen können praxisorientiert eingesetzt und umgesetzt werden. Die Schüler vertiefen ihre Kenntnisse über die eigene Region, indem sie den Brieffreunden Informationen vermitteln.

Soziale Ziele der Schüler:

Die Schüler übernehmen für andere Kinder Verantwortung, indem sie ihnen ihre eigene Umgebung vertraut machen sollen. Sie übernehmen die Expertenrolle für die eigene Umgebung, indem sie gelernte Inhalte aus dem SU zum Thema Stadt Osnabrück nutzen, um selbst als Klasse einen möglichen Besuchstag zu planen, Führungen in Gruppen entwerfen oder Informationsplakate für die Brieffreunde zu erstellen. Somit wird ihre Empathie- und Teamfähigkeit gefördert. Ihr Pflichtbewusstsein und Verantwortungsgefühl wird weiterentwickelt. Die LK gewinnen durch den Austausch und die Besuche neue Eindrücke der anderen Schule: Raumstruktur und -gestaltung, Konzepte, Ziele, Schulprofil…Außerdem wird ein Austausch mit den LK der GS Moordorf ermöglicht. Dadurch gewinnt man neue Anreize zur Selbst- und Unterrichtsreflexion sowie zur Planung und Gestaltung der eigenen Arbeit.

4. Fachdidaktische Relevanz der Schulpartnerschaft mit Moordorf

Der Arbeitsplan Deutsch für Klasse 3 sieht vor im Herbst das Thema Briefe schreiben zu bearbeiten. D.h. im Kompetenzbereich „Schreiben-Texte verfassen“ ist die Kompetenz einen Brief adressatengerecht zu verfassen das Ziel. Es wird anhand eines Aufsatzes überprüft. Der Briefkontakt nach Moordorf bietet eine authentische Schreibmotivation, aus der eine echte Brieffreundschaft entstehen kann. Fächerübergreifend könnte im Sachunterricht das Thema Post thematisiert werden. Der Kunstunterricht bietet sich an, Karten für die Brieffreunde zu gestalten oder Bilder, die als Geschenk verschickt werden.

5. Besuchstag

Für den Empfang der Moordorfer eignet sich die Schule. Dort können sich die Brieffreunde zunächst kennenlernen bzw. sich wiedersehen und erst einmal in Ruhe Kontakt aufnehmen. Dabei kann gefrühstückt werden. Die Schule wird besichtigt, durch Kinder mit Expertengruppen oder durch die LK und eventuell mit der Schulleitung. Eine freie Spielzeit ist zudem empfehlenswert für die Annäherung der Kinder, bevor es zum Mittagessen und zum Ausflugsprogramm übergeht.

Für einen Besuchstag in Osnabrück bieten sich der Zoo, das Planetarium oder der Botanische Garten an, auch eine Führung durch die Altstadt wäre denkbar. Ausgehend von den Rahmenbedingungen und Schwerpunktsetzungen wie Länge des Besuches, Absprachen mit den Lehrkräften aus Moordorf, Jahreszeit sowie die Passung zu den Unterrichtsinhalten können aus den verschiedenen Unterpunkten Orte oder Aktionen ausgewählt und zusammengestellt werden. Wichtig ist, dass man die Fahrzeit Osnabrück- Südbrookmerland von 2-2,5 Stunden berücksichtigt, die Verpflegung und den Schülertransport mit einplant.